Mein Befreiungsschlag

Veröffentlicht: 20. Mai 2026  |  Lesezeit: ca. 2 Minuten

1 Tag frei

Kennst du das Gefühl, wenn dein Traumjob zur Druckspirale wird? Die ersten 3,5 Jahre meiner Selbstständigkeit bis Ende 2025 habe ich sechs Tage die Woche gearbeitet. Nur der Samstag war frei.

Um das zu ändern, habe ich am 1. Januar 2026 die Reißleine gezogen: Ein zusätzlicher freier Tag unter der Woche. Jede Woche. Konsequent. Der perfekte Plan, um mir die Lebensfreude zurückzuholen.

Doch aktuell stelle ich fest: Die Druckspirale ist schleichend zurückgekehrt. Weil ich diesen freien Tag so hart verteidige, lasse ich an anderer Stelle die Pufferzeiten schleifen. Früher geblockte Konzeptionsphasen vergebe ich mittlerweile an Kunden.

In einer Woche moderiere ich drei bis vier Kunden-Events, wuppe im Hotel parallel Mails, schreibe Angebote und erstelle Fotoprotokolle. Sonntags dann Konzeption und die nächste Woche vorbereiten. Es ist wieder viel zu dicht gedrängt.

Die Warnsignale?

🤯 Schwirrender Kopf: Ein permanentes, lautes Grundrauschen.

🛋️ Couch-Koma: Abends direkt erschöpft einschlafen.

🫡 Pflichtgefühl: Die intrinsische Motivation verliert die Leichtigkeit und wird zu reinem Druck.

Ich kann immer noch nicht gut genug Nein sagen. Vor lauter Arbeit fehlt mir die Zeit, mir echte Freiheit im Kalender zu schaffen. Der freie Tag allein reicht nicht, wenn das System dahinter kollabiert und mir die Luft zum Atmen nimmt.

Mein Ausweg: aktuell trete ich konsequent auf die Bremse. Schlafen, Pause, freinehmen, Freunde treffen, mit dem Wohnmobil einfach raus. Die Arbeit bewusst liegenlassen.

Mein Impuls für dich: Warte nicht darauf, dass dein Kalender von alleine leerer wird. Freiheit im Business muss man sich aktiv und mutig nehmen.

Schritt 1 – der freie Tag – war gut.

Aber er war nur die halbe Miete. Für mich steht genau jetzt ein mutiger Schritt 2 an.

Welcher? Keine Ahnung. Aber mit dem Freiraum und einem guten Stück Langeweile wird mir eine Idee kommen. Stay tuned.